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Begegnung mit Albrecht Weinberg. Zeitzeugengespräch mit einem Überlebenden des KZ Mittelbau-Dora

08.04.2025, 19:00‒21:00 Uhr

Zeitzeugengespräch

Stadtbibliothek Nordhausen

Foto von Albrecht Weinberg
Albrecht Weinberg, Überlebender der Konzentrationslager Auschwitz, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen ©Jesco Denzel

Die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora lädt zu einer Begegnung mit dem Überlebenden Albrecht Weinberg in die Stadtbibliothek ein.

Albrecht Weinberg wurde im März 1925 in dem ostfriesischen Landkreis Leer als Sohn von Flora und Alfred Weinberg geboren. Seine Eltern wurden wie Albrecht und seine zwei Geschwister Anfang der 1940er Jahre in das KZ Auschwitz verschleppt. Seine Eltern überlebten das KZ nicht. Albrecht Weinberg selbst gelangte Anfang 1945 mit einem Räumungstransport aus dem KZ Auschwitz nach Mittelbau-Dora. Seine Befreiung erlebte er nicht hier, sondern erst am 15. April 1945 in Bergen-Belsen, nachdem er auf einen weiteren Räumungstransport dorthin getrieben worden war.

Im Jahr 1947 wanderte Albrecht Weinberg mit seiner Schwester in die USA aus und lebte über 60 Jahre lang in New York. Im Jahr 2012 kehrten sie nach Leer zurück, wo Albrecht bis heute lebt. Er engagiert sich für die Erinnerung an die NS-Verbrechen und ist eine starke Stimme im Einsatz für Demokratie und Menschenrechte. Im letzten Jahr erschien seine Biographie „‚Damit die Erinnerung nicht verblasst wie die Nummer auf meinem Arm.‘ Eine wahre Geschichte vom Holocaust, dem Überleben und einem Versprechen, das die Zeit überdauert“, die ebenfalls Ausdruck dieses Verantwortungsgefühls ist. Die Stadt Nordhausen verlieh ihm für sein Engagement kürzlich die Ehrenbürgerschaft.

Am 8. April wird Albrecht Weinberg, der im März seinen 100. Geburtstag feierte, in einem Zeitzeugengespräch von seiner Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus, der KZ-Haft in Auschwitz, Mittelbau-Dora und Bergen-Belsen sowie von seinem Leben nach der Befreiung berichten.

 

Ratssaal der Stadtbibliothek Nordhausen
Nikolaiplatz 1
99734 Nordhausen

Eintritt: frei

Moderation: Andreas Froese, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

 

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