Phänomenal Ob es Euch auch so geht? Wir genießen zurzeit das gemäßigte sommerliche Wetter in Berlin. Alles ist herrlich saftig grün, noch gibt es keine verbrannten Wiesen, die Temperaturen sind angenehm, eher etwas frisch und in der Nacht kühlt es ab, so dass wir entspannt schlafen können. Und wenn die Sonne herauskommt, freuen wir uns sehr britisch über ihre Wärme, denn sie wird sparsam aber dennoch reichlich geschenkt. Wenn sie scheint, ist das Licht großartig klar, Sonne und Schatten tanzen wild zwischen den Bäumen hindurch.
Es wird in diesem Jahr wahrscheinlich eine Riesenernte, in unserem Garten hängen die Obstbäume voll mit Äpfel, Birnen und Quitten. Tja, und dazu nicht gerade passend stürzen die ganzen Horrormeldungen herein, die Unwetterkatastrophen, man liest von den heißesten Tagen seit Aufzeichnung, die vielen Meldungen von Dürren, Feuer und Überschwemmungen weltweit, während die Klimaveränderung in Berlin irgendwie beinahe vergessen scheint. Im Moment. Im Moment fühlt sich alles ganz normal an. Berlin ist sommerlich schön, arm und sexy. Insel der Glückseligen. Da wollen wir gar nicht weg, nicht verreisen sondern bleiben. Wohin auch? Überall Gewalt und Krieg und Hass und törichter Rechtsruck. Wir fühlen uns wie Astronautinnen in einer Raumkapsel, die von oben herunterschauen auf das blaue runde Mysterium mit den sehr aufrecht gehenden Zweibeinern, die sich endlos gegeneinander ereifern. Wir sehen da unten, wenn wir genau schauen, deutlich das NaNum an dem hübschen Platz, erkennen auch die Raumkapsel, von der aus wir schauen und zusammen mit unseren lieben Gästen einen konzertierten, nunja, verwegenen Plan aushecken, wie man die Verwirrungen der Welt ganz einfach auflösen kann: alle positiven Energien vereinen und die kostbare blaue Kugel umarmen. So gehts. Phänomenal einfach.
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