Theorie und Pop UpMit Jonas Merold hatten wir letztens ein schönes Gespräch. Wie, fragten wir uns, kann man den moralischen Anspruch, den wir an das Essen stellen, kommunizieren. Und zwar so, dass er nicht moralinsauer, oder besserwisserisch oder kopflastig rüberkommt. Wir wollen ja nicht herumpredigen. Ihr, die Gäste, sollt einfach geniessen. Andererseits, klar, haben wir natürlich etwas zu sagen, und klar, wir verstehen uns als jemand mit einer moralischen Basis, dass ist uns wichtig, und darüber wollen wir den Gast nicht im Unklaren lassen. Wir möchten ihm gerne mitteilen, dass es keine Attitüde ist, kein kalkuliertes Greenwashing, dass es vielmehr unsere Schritte im Leben bestimmt. Unsere spontane Antwort: Pop Up. Wir nehmen Euch einfach mal mit aufs Land, an die frische Luft und bereiten tolle Menüs vor. Dort, wo die Pflanzen gedeihen und die Tiere leben. Jonas macht über vier Wochenenden eine Serie von Pop Ups; an einem dieser Wochenenden stellen Jonas und Jinok gemeinsam ein Menü zusammen, drei Gänge er, drei Gänge wir. Alles vegan. Auf der Wiese der Ackerpulco Farm bei Anne und Deacon. Kein Strom, kein Wasseranschluss, sehr provisorisch und improvisiert. Wir werden viel Spaß haben. Und ganz nebenbei können alle beglückt zuschauen, wie die Lebensmittel um uns herum wachsen und wuchern.
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