Manchmal fällt er spontan ins Englische zurück, so wie an diesem besonderen Freitagabend: „We made it“, sagt Albrecht Weinberg am Telefon, wir haben es geschafft: „Ich bin heute einfach nur erleichtert und sehr froh, dass der Bundestag so entschieden hat.“ Der Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg und seine gute Freundin und Helferin Gerda Dänekas haben den Freitag zu Hause in Leer vor dem Fernseher die erregten Debatten im Parlament verfolgt, wo Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz sein Gesetz zur Begrenzung der Zuwanderung mithilfe der rechten AfD durchsetzen wollte – und dramatisch scheiterte.
Debatte über die AfD:„Dieser Freitag hat mein Vertrauen in die deutsche Demokratie gefestigt“
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Der 99-jährige Holocaust-Überlebende Albrecht Weinberg wollte sein Bundesverdienstkreuz zurückgeben – aus Enttäuschung darüber, dass Friedrich Merz auf die Zustimmung der AfD setzte. Jetzt will es sich der alte Herr aus Ostfriesland noch einmal überlegen.
Von Joachim Käppner
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