
Im Wasserlabor. Die Spültischarmaturen werden im Test täglich gespült. © Edgar Wunsch
Unser Trinkwasser hat vielerorts Top-Qualität. Doch einige der 15 Küchenarmaturen im Test belasteten das Wasser auf dem letzten Meter mit Metallen. Gut sind fünf Modelle.
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Testergebnisse für 15 Küchenarmaturen 08/2021Liste der 15 getesteten Produkte
Endstation Wasserhahn in der Küche
Wasser aus der Leitung eignet sich fast überall in Deutschland bestens als Trinkwasser, wie Analysen des Umweltbundesamtes und auch ein Leitungswasser-Test der Stiftung Warentest zeigen. Unser kostenloses Trinkwasser-Special erklärt, wie es um die Qualität steht und was sie auf dem Weg ins Wasserglas beeinflussen kann. Das letzte Stück seines Weges verbringt das Trinkwasser in der Armatur – zum Beispiel in der Küche. Dort steht es mitunter stundenlang. Welchen Einfluss hat das auf die Qualität des Trinkwassers?
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Testergebnisse für 15 Küchenarmaturen 08/202115 Küchenarmaturen im Wasser-Test
Um diese Frage zu beantworten, überprüfte die Stiftung Warentest das Wasser aus 15 verchromten Hochdruckarmaturen über 16 Wochen im Prüflabor auf verschiedene Metalle und Halbmetalle, darunter Blei, Nickel und Arsen. Unsere Wasseranalysen ergaben Schadstoffurteile von Gut bis Mangelhaft – verteilt über große und kleine Namen, günstige und teure Modelle. Große Unterschiede zeigten sich vor allem bei den Blei- und Nickelgehalten, die teils über den Grenzwerten lagen.
Das bietet der Küchenarmatur-Test der Stiftung Warentest
Testergebnisse. Die Tabelle zeigt für 15 Küchenarmaturen mit Mischbatterie im Test, ob sie Trinkwasser mit kritischen Stoffen belasteten. Die Stiftung Warentest hat die weit verbreiteten verchromten Spültischarmaturen geprüft, darunter Modelle von Grohe, Hansgrohe, Blanco, Franke und Ikea. Die Noten reichen von Gut bis Mangelhaft – der Testsieger ist recht teuer. Gute Modelle sind aber schon ab 69 Euro zu haben.
Kostenlose Tipps und Hintergrund. Was beeinflusst die Qualität des Trinkwasser auf der letzten Meile und in der Hausinstallation? Wo lauern Gesundheitsgefahren, wie lassen sie sich bannen? Darüber erhalten Sie kostenlose umfangreiche Informationen der Stiftung Warentest.
Heftartikel. Wenn Sie das Thema freischalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbericht Küchenarmaturen aus test 08/2021.
Gute Küchenarmaturen aus dem Test ab 69 Euro
Blei kann langfristig die Entwicklung des Nervensystems vor allem bei Babys und Kindern schädigen. Für sie sowie für Schwangere gilt insbesondere: So wenig Blei wie möglich aufnehmen. Doch im Test der Stiftung Warentest belasteten acht Spültischarmaturen das Wasser kurz nach ihrer Installation mit Blei. Wichtig: Bei neu installierten Spültischarmaturen oder wenn Risikogruppen im Haus leben, immer erst das Stagnationwasser aus dem Hahn ablaufen lassen, bevor Sie in der Küche Wasser zum Trinken oder Kochen abzapfen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann eine der fünf besten Küchenarmaturen im Test wählen. Sie sind ab 69 Euro zu haben und gaben kaum Schadstoffe ins Wasser ab, allen voran der recht teure Testsieger.
Schlechte Noten für Marken-Armaturen
Ganz anders drei Marken-Armaturen im Test: Sie gaben zum Teil auch noch nach Wochen mehr Nickel ab, als für Trinkwasser erlaubt ist. Für Menschen mit Nickelallergie kann das problematisch sein. Mit mangelhaften oder ausreichenden Noten und Preisen von bis zu 150 Euro sind sie die Schlusslichter im Test. Wenn Sie einen neuen Wasserhahn für die Küche kaufen möchten, greifen Sie besser zum Testsieger oder einer der anderen vier guten Küchenarmaturen im Test!
Tipp. Was für und gegen Leitungswasser als Trinkwasser spricht, lesen Sie in unseren Wasser-FAQ. Die besten stillen (ab 21. Juli) und Medium-Wässer aus der Flasche finden Sie im großen im Mineralwasser-Test der Stiftung Warentest.
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Testergebnisse für 15 Küchenarmaturen 08/2021-
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Kommentarliste
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@derdurchdiescheibeboxXxer: Der Fokus unserer Untersuchung der Küchenarmaturen lag auf den Schadstoffen, die die Armaturen an das Trinkwasser abgeben können. Zur Haltbarkeit können wir keine Aussagen machen. Ihre Nachfrage nehmen wir gerne als Testanregung auf und leiten sie an das zuständige Untersuchungsteam weiter.
Selbst nahmhafte Herrsteller wie z.B. Grohe bauen in 120€ Armaturen Perlatoren und Innengewinde aus Plastik ein. Das Ergebnis sind Sollbruchstellen und Rückstau in der Armatur, die zu Überschwemmungen auf der Küchenplatte führen. Inwiefern prüft die Stiftung Warentest auch diese Details und beurteilt die Langlebigkeit dieser Armaturen in Bezug auf beispielsweise Gebiete mit großer Kalkbelastung?
Wann erfolgt der nächste Armaturentest?
@LumiaNutzer: Vielen Dank für diese Anregung, die wir gerne an das zuständige Untersuchungsteam als Testwunsch weiterleiten.
Hallo liebes Test-Team,
könnt Ihr bitte ein Test für Armaturen zum Wasser sparen machen. Gerade jetzt sollen Bürger warmes Wasser einsparen. Da werden auch wassersparende Duschköpfe gefragt sein. DANKE
Zu den vorangegangenen Kommentaren:
Der meist verwendete Edelstahl ("V2A", 1.4301 etc.) ist eine Legierung aus Eisen, Chrom und Nickel.
In anderen Qualitäten können durchaus auch weitere Legierungsbestandteile zugesetzt werden, auch Blei, das auch hier die Bearbeitung leichter macht.
Man kann also nicht davon ausgehen, dass Edelstahlarmaturen "besser" oder frei von Schadstoffen sind.
Auch eingelegte, wasserführende Kunststoffleitungen oder Ausziehschläuche können je nach Qualität gegebenenfalls Schadstoffe abgeben.
Hier ist stets das gesamte System vom Eckventil bis zum Perlator zu betrachten, wie z.B. im Test durch das durchgelaufene Wasser.
Da wäre ein weiterer Test mit Edelstahlarmaturen sinnvoll.